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Kinderurologische Erkrankungen
Die Kinderurologie ist ein Teilgebiet der Urologie, bildet aber mit der
Erwachsenenurologie klinisch und operativ eine untrennbare Einheit.
Durch die langjährige Tätigkeit als urologischer Chefarzt in einer Klinik mit
Kinderabteilung liegt hier ein weiterer Schwerpunkt der Urologie Links vom Rhein.
Die gemeinsame Betreuung der Kinder durch Urologen und Kinderärzte garantiert eine
optimale Versorgung.
Hodenhochstand / Leistenhoden
Als Hodenhochstand wird der angeborene, nicht im Hodensack liegende Hoden bezeichnet.
Bei Frühgeburten wird eine Häufigkeit von bis zu 30% beobachtet.
Der Hodenhochstand während des frühen Säuglingsalters ist jedoch häufig als
physiologisch anzusehen. Bei der Mehrzahl der Neugeborenen findet die Wanderung
des Hodens in den Hodensack während der ersten Monate nach der Geburt statt. Nach
dem ersten Lebensjahr haben 1,8% der Jungen einen behandlungsbedürftigen Leistenhoden.
Die Therapie sollte am Ende des zweiten Lebensjahres abgeschlossen sein. Trotz
der hohen Rezidivrate kann eine Hormontherapie durchgeführt werden.
Im allgemeinen wird die operative Verlagerung des Hodens in den Hodensack als
Therapie empfohlen. Die Operation kann ambulant durchgeführt werden.
Eine jährliche Kontrolluntersuchung ist auf Grund der hohen Rezidivgefahr notwendig.
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Vorhautverengung (Phimose)
Eine verengte Vorhaut wird dann als Phimose bezeichnet, wenn sie nicht oder nur
mühsam über die Eichel zurückgezogen werden kann. Bei 96% der Neugeborenen kann
die Vorhaut nicht zurückgestreift werden. Dies ist zunächst ein normaler Zustand.
Im Alter von zwei bis drei Jahren besteht diese Situation nur noch bei 10% der
Knaben. Im Gegensatz zur Volksmeinung wächst sich eine Phimose nicht aus!
Eine über das zweite Lebensjahr hinaus bestehende Phimose sollte operativ behandelt
werden. Die Beschneidung wird ambulant durchgeführt.
Einnässen (Enuresis)
Als Enuresis wird ein Zustand bezeichnet, der durch episodenhaftes aber
regelmässiges Einnässen charakterisiert ist, obwohl dies aufgrund des
Alters nicht mehr der Fall sein sollte. Sie ist für die meisten Kinder eine
belastende Erkrankung. Bis zum 6. Lebensjahr werden etwa 85% aller Kinder
trocken, nach dem 14. Lebensjahr beobachtet man bei weniger als 1% der Kinder ein Einnässen.
Eine Therapie kann den Zeitraum bis zum Erreichen der Selbstheilung verkürzen
oder überbrücken. Eine Therapieindikation ergibt sich durch den Leidensdruck beim Patienten.
Zusätzlich kann eine urologische Abklärung in Form von Harnstrahlmessung,
Restharnbestimmung, Röntgenuntersuchung und Blasenspiegelung durchgeführt werden.
Refluxerkrankungen - Eine Ursache für Harnwegsinfekte im Kindesalter
Bei Fieber im Kindesalter insbesondere mit uncharakteristischer Symptomatik
muss bei Neugeborenen und Säuglingen immer an einen Harnwegsinfekt gedacht werden.
Harnwegsinfekte können Ausdruck verschiedenster anatomischer und funktioneller
Störungen des Harntraktes sein, wie z.B. Refluxerkrankungen oder Harnwegsstrikturen
und sich als Urosepsis zu einem lebensbedrohlichen Krankheitsbild entwickeln.
Wiederkehrende fieberhafte Harnwegsinfekte dürfen nicht unterschätzt werden
und erfordern im Hinblick auf einen Nierenschaden mit späterer Funktionseinbuße
unbedingt eine Ursachenklärung.
Die Ultraschalluntersuchung, Harnstrahlmessung, Röntgen und gegebenenfalls
Blasenspiegelung sind ein Teil der urologischen Abklärung.
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Urologie - Überörtliche Gemeinschaftspraxis
Dr. med. Rudolf Stratmeyer Dr. med. Patrick Hamm Schillingsrotter Str. 39-41
50996 Köln
Telefon 0221.398 00-118
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