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Spinalanästhesie
Die Spinalanästhesie eignet sich für Eingriffe unterhalb des Bauchnabels. Bei
diesem Verfahren wird ein örtliches Betäubungsmittel (Lokalanästhetikum) in den
mit Nervenflüssigkeit gefüllten Rückenmarksraum (Liquorraum) der Lendenwirbelsäule
eingespritzt.
Die Spinalanästhesie wird im Sitzen oder in Seitenlage vorgenommen. Nach einer örtlichen
Betäubung der Einstichstelle am Rücken wird eine sehr dünne Nadel in den Rücken - im
Bereich der Lendenwirbelsäule - zwischen zwei Wirbeln eingeführt und bis in den
Liquorraum vorgeschoben. Hat die Nadel den Liquorraum erreicht, wird eine geringe Menge
Lokalanästhetikum eingespritzt. Dadurch werden die dort verlaufenden schmerzleitenden
Nervenstämme betäubt und die Schmerzempfindung im Operationsgebiet blockiert. Die Wirkung
setzt meist innerhalb weniger Minuten ein und dauert je nach Auswahl des örtlichen
Betäubungsmittels mindestens 60 bis 180 Minuten an. Sie verspüren ein Wärmegefühl in
den Beinen. Während der Betäubung kommt es in der Regel durch die Wirkung des
Medikaments zu einer vorübergehenden Bewegungseinschränkung der Beine.
Daher sollte für etwa sechs Stunden nach der Operation Bettruhe eingehalten werden.
Bei Spinalanästhesie in Seitenlage ist es möglich, nur ein einzelnes Bein zu betäuben.
Diese Wirkung hält ungefähr 3-4 Stunden an.
Direkte Verletzungen des Rückenmarks sind so gut wie ausgeschlossen, da das
Rückenmark oberhalb der Einstichstelle endet.
Über die möglichen Nebenwirkungen und Risiken wird Sie Ihr/Ihre Anästhesist/in
informieren. Bitte fragen Sie gezielt danach.
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Anästhesiologie
Detlef Fastré Dr. med. Roger Schmid Schillingsrotter Str. 39-41
50996 Köln
Telefon 0221.398 00-238
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